Sommerlager Segnas Mosaikhaus 2 Tag 5

Nach einer tollen Woche in Segnas und Umgebung, startete mit dem Freitag auch unsere Rückreise. Der Tag begann früh um 6 Uhr mit den Vorbereitungen: Koffer packen und einräumen, Zimmer reinigen, Gemeinschaftsräume und Küche säubern. Während das Gepäck sicher verstaut mit dem Küchenteam in Richtung Kemmental fuhr, startete das Mosaikhaus 2 ein letztes Mal mit der RhB in Richtung Oberalppass, bzw. Andermatt. Nach einer ca. dreistündigen Zug- und Busfahrt (von Andermatt nach Göschenen) erreichten wir in Flüelen den Vierwaldstättersee. Das Schiff fuhr uns in 20 Minuten nach Bauen, wo unsere letzte Wanderung begann: Der Weg der Schweiz. Bei strahlender Sonne und hohen Temperaturen stiegen alle SchülerInnen ca. 500 Höhenmeter auf, um anschliessend bei gleichbleibender Höhe in Richtung Seelisberg zu laufen. Dort folgte der Abstieg zum Rütli. Die wohlverdiente Rast und gleichzeitig das Finale unserer wunderbaren Lagerwoche (Thema: „Unsere schöne Schweiz“) fand passenderweise in der „Wiege der Schweiz“, auf der Rütliwiese statt. Nach der erholsamen Pause wartete bereits das Dampfschiff auf uns, welches uns nach Brunnen fuhr, wo sich alle mit fünf Franken die stündige Wartezeit versüssen durften. Nach der zweistündigen Heimfahrt über Zug-Zürich-Weinfelden fielen schliesslich am Siegershausener Bahnhof alle wohlbehalten in die Arme ihrer Eltern.

Wir, die Lehrpersonen, blicken nun mit etwas Abstand auf ein erfolgreiches Sommerlager 2016 zurück. Die TeilnehmerInnen sind oft über ihren eigenen Schatten gesprungen, zeigten, was es bedeutet in einer Gruppe gemeinsam zu leben und unterhielten sich (in den allermeisten Fällen) tatsächlich eine Woche ohne jegliches elektronisches Kommunikationsgerät. Ja, wir sind sehr zufrieden und hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder ein so tolles Lager erleben dürfen.

Diashow (aktiv bis 7.10.16)

Sommerlager Mosaikhaus 2 Tag 4

Nach dem gemeinsamen Frühstück starteten wir mit der RhB nach Trun, um dort das Kunstwerk „Ogna“ und den Kunstpfad mit den Werken von unterschiedlichen Künstlern zu bestaunen. Die Klasse hatte dabei die Aufgabe die schönsten Werke in das mitgebrachte Skizzenbuch einzuzeichnen. Während einzelne noch mit den Skizzen beschäftigt waren, traf die Sekundarstufe Trun auf dem nahegelegenen Sportplatz ein. Nach einem gemeinsamen Vorstellungsspiel begann in der strahlenden Sonne ein tolles Spieleturnier, bei dem sich die SchülerInnen beim Frisbee, Fussball und Werwölfle-Spiel miteinander messen konnten. Die Anstrengungen wurden vom Küchenteam an einem grossen Buffet mit Bratwurst, Cervelat, Getränken und einem süssen Dessert belohnt. Nach dem Abschied von den freundlichen Gastgebern, fuhren uns die RhB und das Postauto nach Fontanivas zum Alpventura-Abenteuer-Seilpark. Direkt nach der Sicherheits-Kontrolle, sprangen alle SchülerInnen im Kletter-Outfit entweder die Wände hinauf, eine Schlucht am Seil hinab, oder liessen sich mit einer Seilwinde über die Schlucht gleiten. Hatte man sich an den verschiedenen Aufgaben ausgetobt, konnte man sich mit einem der vielen „Holzrätsel“ beschäftigen, oder an einem Nebenfluss im Wasser etwas abkühlen. Ein gelungener und ereignisreicher Tag.

Diashow (aktiv bis 7.10.16)

Sommerlager Mosaikhaus 2 Tag 3

Nach einem ausgiebigen Frühstück und der Lunch-Vorbereitung starteten wir um 9:20 Uhr mit der Matterhorn-Gotthardbahn in Richtung des Oberalppasses. Mit der Ankunft begann die Wanderung in Richtung Pazolastock. Innerhalb von 3 Stunden (mit Pausen) brachten wir 700 Höhenmeter hinter uns und genossen die wunderbare Aussicht auf 2740 Metern, die wir uns fleissig erarbeitet hatten. Bei strahlendem Sonnenschein und scharfem Wind setzten wir unsere Tour in Richtung Tomasee fort. Mit einem kurzen Zwischenstopp in der Badushütte war das kühle Nass schnell erreicht und die ersten Wilden sprangen in den kalten Gebirgssee. Nachdem uns die Sonne getrocknet und aufgewärmt hatte, begannen wir den Abstieg in Richtung Bahnstation, da wir den Zug um 16:50 unbedingt noch erreichen wollten. Der Tag endete mit einem feinen Menu (Gehacktes, Hörnli, Fruchtsalat & Glacé), welches uns die verbrauchte Energie wiederschenkte.
Mit Rückblick auf das ganze Erlebnis kann der Tag als voller Erfolg gewertet werden. Während dem anstrengenden Aufstieg kamen vereinzelt Zweifel und Demotivation auf, welche jedoch bereits nach einer Stunde in absoluten Teamgeist umschlugen. Die Schnellsten, die bereits einen Rastpunkt erreicht hatten, kehrten zurück, um den etwas langsameren Wanderern ihr Gepäck abzunehmen und es hochzutragen. Als es das gesamte Mosaikhaus auf die 2700 Meter geschafft hatte, waren schliesslich alle glücklich und zufrieden. Mit Ausrufen wie: „Cool!“, „Hammer!“ und „Geil!“ wurde die Aussicht bewertet und in den mitgebrachten Lunch gebissen. Mit einem beachtlichen Tempo wurde die zweite Hälfte bewältigt und vor allem die Schwächeren wuchsen über sich selber hinaus - es war wunderbar anzusehen. Wir freuen uns auf den nächsten Tag.

Diashow (aktiv bis 7.10.16)

Sommerlager Mosaikhaus 2 Tag 2

Um 7:00 Uhr brachte der Weckdienst in Form von Herrn Andre die Tiefschläfer auf Touren. Noch etwas verschlafen, aber durchaus hungrig machten wir uns über das Frühstücksbuffet her. Sobald der Lunch für den Mittag gepackt war, folgte eine kurze Zimmerkontrolle, um einem möglichen Chaos schon früh die Stirn zu bieten. Um 9 Uhr machte sich beide Gruppen auf ihren jeweiligen Weg.
Der Rhein führt Gold! Die Goldsucher wanderten in knapp einer Stunde über Disentis nach Fontanivas, um sich dort mit der erfahrenen Goldwäscherin Priska zu treffen. Sie händigte uns Goldwaschutensilien (Gummistiefel, Waschpfannen, Waschrinnen und Schaufeln) aus, damit wir uns sogleich an die Arbeit machen konnten. Den Vormittag über schaufelten wir uns durch das Flussbett und suchten Stellen, an denen man im Erdschlamm etwas Gold vermuten könnte. Diese waren meist sehr tief gelegen, oder hinter grossen Steinen und anderen Hindernissen zu finden. Der ausgehobene „Goldschlamm“ wurde mit Kübeln zu den Waschrinnen transportiert und hinein gekippt. Durch den speziellen Aufbau der Rinnen übernahm der Rhein das Waschen und Sieben des Schlamms, so dass sich nur die feinsandigen und schweren Reste in der Rinne ansammelten. Das Grillieren am offenen Feuer direkt neben dem Rhein bot eine willkommene Verschnaufpause für die fleissigen Goldsucher. In der Sonne tankten wir die notwendige Energie für den zweiten Akt: Das Aussieben. Nach einer kurzen Anleitung durften jede Person mit einer Waschrinne das ausgehobene Material waschen und nach Gold suchen. Dabei konnten fast alle ein bisschen Gold finden und dies in eigens mitgebrachten Glasröhrchen mit nach Hause nehmen. Nach einer kurzen Wanderung nach Disentis erreichten alle wohlbehalten das Haus gegen 17:00 Uhr.
Kristalle in der Surselva! Die Kristallsucher, oder auch „Strahler“ genannt, fuhren um 9:20 Uhr mit dem Zug nach Tschamut, wo das Empfangskomitee Sandro & Jonny bereits wartete. Nach einer kurzen Einführung in die Geologie, erhielt jeder ein Werkzeug, Handschuhe und einen Plastiksack und wir machten uns auf den Weg in offenes Geröllgebiet in der Nähe vom Golfplatz Sedrun. Es lag nun an uns die Augen nach seltenem Gestein und Kristallen offen zu halten, welche sich in der Landschaft verteilt finden liessen. Fast jeder hat ein Stück gefunden, dass ihm Freude bereitet. Unter anderem war der ein oder andere Schatz bei den Fundstücken festzustellen. Nach einer  stündigen Wanderung zum Picknick-Platz beim Camping Rueras musste zuerst eine Feuer entfacht werden, mit dem die Würste grilliert werden konnten. Mit der Hilfe des Feuersteins von Herrn Fink wurde das Feuer auf natürliche Weise entfacht und sorgte für ein sättigendes Mittagsessen. Anschliessend holten wir die Werkzeuge für das Speckstein-Schleifen im Camping-Restaurant ab und machten uns an die Arbeit. Man formte den ungeschliffenen Speckstein zu einem persönlichen Kunstwerk, Anhänger oder Ähnlichem. Ausgestattet mit seltenen Steinen und bearbeitetem Speckstein traten wir die Heimreise mit dem Zug an und erreichten pünktlich zum Abendessen das Lagerhaus.

Diashow (aktiv bis 7.10.16)

Sommerlager Mosaikhaus 2 Tag 1

Pünktlich starteten wir am Montag um 08:04 Uhr mit dem Zug unser Sommerlager 2016. Aufgeregt miteinander schnatternd merkten wir gar nicht, wie uns die SBB zuverlässig nach Chur fuhr, wo uns das Postauto direkt abholte. Der Ausstieg und somit die erste Wanderung der Woche, die SchülerInnen nennen es liebevoll „den Härtetest“, erfolgte in Felsbach-Crestasee (kurz nach Trin). Trotz leichtem Nebel, niedrigen Temperaturen und Regen, ermöglichte uns die von Herrn Fink gewählte Tour einen wunderschönen Einblick in die Vielseitigkeit des Rheintals. Über Stock, Stein, Fluss, Berg, Tal, Stamm und Wurzel führte der Pfad mit kleinen Verschnaufpausen über Versam und Sagogn dem Rhein entlang. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass alle Beteiligten sich zu keinem Zeitpunkt „quer stellten“ sondern sich trotz vereinzelter Schwierigkeiten tapfer auf der Route hielten. Während die ersten mit 1,5 Stunden Vorlauf in Castrisch sassen, erreichten mit einer knappen Restzeit von 5 Minuten vor Abfahrt auch die restlichen Wanderer den Zug nach Disentis/Segnas. Bei unserer Ankunft standen mit dem Fuss auf der Schwelle auch schon die dampfenden Spaghetti, das Salatbuffet und drei verschiedene Saucen auf dem Tisch. Deren Geschmack liess einen vermuten, dass wir nicht im Bündnerland, sondern in Süditalien gelandet sind - einfach klasse. Seinen Schluss fand der anstrengende erste Tag in einem Spielabend, wo sich alle nach Belieben bei Brändi-Dog, Werwölfle, Ping-Pong oder Tischfussball miteinander messen konnten. Der zweite Tag kann kommen!

Diashow (aktiv bis 7.10.16)

Vielen Dank - Hansjörg Weibel